Für viele Bürger ist es das erste Mal, dass sie eine Demonstration besuchen. Nicht nur die Bahn, sondern auch sture Kommunalpolitiker im Römer reizen die Anwohner aus Frankfurt Eschersheim, Ginnheim, Heddernheim und Berkersheim seit Jahren mit einem geplanten Bahnausbau der Main-Weser-Bahn. Die Strecke ist besser bekannt als die Verbindungsstrecke Ffm-West – Friedberg. Hier will die Bahn den Schienenverkehr entflechten und zwei zusätzliche Gleise bauen. Nach Aussagen der Bahn und der CDU, SPD und Grünen Fraktionen im Römer kommt das allein der S6 und ihrer Pünktlichkeit zu Gute. Merkwürdigerweise soll aber keine einzige S-Bahn mehr fahren nach dem Ausbau, wie die BI 2statt4 aus den Offenlegungen der Bahn erfahren hat, sondern über 40 Güterzüge mehr mit größerer Länge und damit höherer Tonnage. Letzteres führt bei den geplagten Anwohnern zu noch mehr Erschütterungen und Lärmbelästigung.
Am 2.11.2010 war es nun so weit und die 1. Demonstration der beiden Bügerinitiativen 2statt4 und Taunusside wurde am Römer gestartet. Mit gezählten 160 Demonstranten zog man vom Römer bis zum Hauptbahnhof und konnte zahlreiche Bürger durch Flugblätter informieren und erreichen. Es war die 1. Demonstration, so Jan Wagner, der Sprecher der BI Taunusside und die nächste wird im Januar folgen. Sicherlich wird man dann auch die organisatorischen und technischen Hürden genommen haben. Auch Demo unerfahrene Bürger lernen schnell dazu.
HR3 Bericht über die Demonstration
Zu den Hintergründen: Mit geplanten 200 400 650 Mio Euro soll hier für mehr Pünktlichkeit im Nahverkehr gesorgt werden. Schon jetzt ist aber fragwürdig, ob dieses Projekt überhaupt wirtschaftlich ist und so bessert die Bahn ständig an den Prognosen und Details nach, um in den Genuss der ÖPNV Födermittel zu kommen. Gegen den ÖPNV hat keiner der Demonstranten etwas. Viele nutzen selbst die S-Bahn und kennen die Probleme, die sich durch den Rückstau am Hauptbahnhof-Tunnel ergeben. Weitere Güterzüge durch Wohngebiete, da sind sich alle aber einig, gilt es zu verhindern. Die Güterzüge stehen zudem mit Frankfurt in keinem kausalen Zusammenhang, da Frankfurt weder Ziel noch Ausgang ist. Bei diesen Transitstrecken, so beschweren sich die Anwohner, ist es unverständlich, dass man im Römer der Bahn – gegen die eigenen Bürger – die Stange hält.



Mir scheint, das Problem bei der Strecke ist nicht die Entflechtung des Bahnverkehrs, sondern vordringlich scheint mir die Entflechtung des Bahnfilzes wichtiger!
Wie kann es sein, dass die Pappnasen im Römer nur die hohlen Floskeln der Bahn nachquatschen?
Dieser Bau von Ffm West bis Friedberg wird auch die 650 Mio Grenze sprengen, wie so oft bei Bahn Projekten und da der Wetteraukreis pleite ist, soll das eben das Land und die Stadt Frankfurt tragen.
Der VEB Deutsche Bahn und sein Filz toppen noch die Reichsbahn!
Die 160 Teilnehmer waren ein guter Anfang, aber da ist sicher noch Potential. Bei uns lagen die Flugblätter mit der Demo-Ankündigung erst am Tag vor der Demo im Briefkasten, es wäre auch für das “Weitersagen” und die nachbarschaftliche Kommunikation besser gewesen, wenn die Ankündigung schon vor dem Wochenende im Briefkasten gewesen wäre. Und was ist mit Berkersheim, hat man dort resigniert, gibt es die dortige BI noch? Gibt es keine BI in der Römerstadt? Und es muss doch auch in Bad Vilbel und Dortelweil und weiteren Orten an der Strecke bis Friedberg eine Reihe von Leuten geben, die das Projekt ablehnen. Ich habe mich bisher nicht aktiv eingebracht, Kritik steht mir daher nicht zu, ich bitte das Vorstehende daher nur als neugierige Fragen im Hinblick auf das weitere Potential zu verstehen.
Hallo alle Bahnausbaugegner,
meldet Euch doch einfach einmal bei 2 statt 4.
Vielleicht können wir uns zusammentun und etwas gemeinsam machen. Also Karbener, Vilbeler usw.
Naturfreund