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Endstation Chaos – Berliner S-Bahn synonym für Bahn Schlamperei?

Steigerte die DB AG ihre Umsätze durch Kostenoptimierung bei der Wartung von S-Bahn Zügen? Der Film Endstation Chaos zeichnet das S-Bahn Unglück 2006 mit 35 Verletzten nach und Opfer erheben schwere Vorwürfe gegen die Bahn, die ihre Fahrgäste aus Sparvorgaben im Zuge des geplanten Börsenganges leichtfertig hohen Risiken aussetzte.

Dorothée Menzner (MdB, die Linke): “Das macht wütend, dass die Manager, dass der Konzern DB AG uns Volksvertretern gegenüber mit einer enormen Ignoranz und Arroganz gegenüber tritt.”

Patrick Döring, (MdB, FDP): “Mich hat geärgert, dass insbesondere in der Ära Mehdorn der Eindruck erweckt wurde, die Forderungen des Bundestags in dieser Sache sind uns im Prinzip schnuppe, schiebt uns jedes Jahr 4 Mrd. rüber, wir machen das schon. Das ist eine Haltung, die ich nicht akzeptieren kann, weder als Abgeordneter, noch als Steuerzahler.” Weiterlesen

Güterzugachsen – Mängel an jedem 5. Waggon!

Ludwigshafener Rundschau, Dienstag, den 17. November 2009, Seite: Nr.5

Nach dem tragischen Zwischenfall in Viareggio hat die Bahnaufsicht nun die Kontrollen und die Inspektionsvorschriften verschärft. Nicht nur die Güterzugachsen sind mangelhaft, sondern auch Achsen von ICEs und z.B. der S-Bahnen (s. Berlin)

Bei einer bundesweiten Sonderkontrolle von 4400 Waggons wurden bei 19% (!) sicherheitsrelevante Mängel festgestellt.

Das EBA, das direkt dem Bundesverkehrsministerium unterstellt ist, beschränkte sich viele Jahre vorwiegend
darauf, die Bahnunternehmen auf ihre Verantwortung für einen sicheren Betrieb hinzuweisen.

Martin Henke, der VDV Geschäftsführer warf dem EBA vor, die vorgeschlagenen Überprüfungen seien purer Aktionismus und nicht umsetzbar.

Statt also eigene Versäumnisse endlich zu beheben werfen die Bahnbetreiber der Aufsicht also nur Aktionismus vor. Klar, die Überprüfungen sind teuer und lästig. Die Sicherheit muss halt hinter dem ganzen Kommerz zurückstehen – so scheint das einheitliche Credo der verantwortlichen Bahnbetreiber nur auszufallen.

 

Aus diesem Grunde fordern wir “keine Güterzüge durch Wohngebiete” !!!

Nach Viareggio – Alle Güterzüge zum Sondercheck!

Zumindest verlangte das das Eisenbahnbundesamt (EBA), das nach den kürzlichen Zwischenfällen nun unter erheblichem Druck steht. Allein die Deutsche Bahn fährt mit 95000 Waggons quer durch Europa, die nun in kürzeren Abständen überprüft werden sollen – so der Wunsch des EBA.

Aber die Deutsche Bahn und andere Unternehmen legten Widerspruch ein: Die Anordnung sei zu wenig begründet, so die FR vom 03.08.2009.

Der Verband der privaten Güterbahnen ist entsetzt, ein scharfes Durchgreifen des EBA würde zu einer deutschen Insellösung führen und die Eisenbahn lahmlegen.

Da sind sich allerdings alle Anlieger der Bahnstrecken einig – das aktuelle Sicherheitsrisiko kann nicht auf dem Rücken unschuldiger Anlieger ausgetragen werden, um privaten Organisationen große Profite zu ermöglichen.