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Vier Gleise für ein Halleluja der Bahn – von Ffm West nach Bad Vilbel

“Es gibt keinerlei Grund, daran zu zweifeln. Noch in diesem Jahr beginnt der Ausbau der Bahntrasse Frankfurt-West-Bad Vilbel.” Das versichert Thorsten Sälinger, Sprecher der Deutschen Bahn, auf Anfrage der Frankfurter Rundschau.

Mit diesen Worten beginnt der Artikel der Frankfurter Rundschau: Vier Gleise nach Bad Vilbel.

Besser wäre freilich gewesen: die Güterrennstrecke der Bahn, quer durch Frankfurt, getarnt als Ausbau der S6 Weiterlesen

Rollende Güterbomben auf Deutschland’s Gleisen

Was Anwohner schon lange wissen und oft moniert haben scheint sich jetzt als brutale Realität zu entpuppen:

die Achsen von Güterwaggons sind Dank der alten Klotzbremsen nicht nur unrund und schlagen, sondern der “Dauerfestigkeitsnachweis” bei mehr als 20 Tonnen Last kann nicht mehr geführt werden…

Diese lapidare Beamten-Verklausulierung gibt zögerlich zu, dass die Bahn wohl bei zwei Bauarten kalte Füße bekommt und mögliche Unsicherheiten einräumt. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass in Europa bis zu 600.000 Achsen betroffen sind. Die Bahn geht dem Problem bis dato dergestalt aus dem Wege, dass man einfach die Beladungsgrenze von 20 Tonnen unterschreitet. Ob das aber ausreicht und die 20 Tonnen als Grenze nicht bereits viel zu hoch sind bei den betagten Güterwaggons, die wir hier auf der Main-Weser-Bahn tagtäglich erleben dürfen, ist ungewiss.

Dass das Risiko für Güterzüge durch dicht besiedelten Wohnraum unkalkulierbar ist, wird nun zunehmend deutlich, nachdem im April in Österreich eine Achse brach!

Selbst das Eba (Eisenbahnbundesamt) als Bahn nahe Behörde kam nicht umhin eine “erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit” sowie für Leib und Leben zu attestieren!

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Wenn das Haus wackelt und der Boden vibriert – Erschütterungen durch die Bahn

Beim Ausbau der Main Weser Bahn ignoriert die DB das Thema Erschütterungen in einer Weise, die beispiellos ist. Da wird berechtigten Anlieger Beschwerden nicht nachgegangen aber im gleichen Atemzug werden an völlig irrelevanten Orten Messungen vorgenommen.

Ob die DB wohl von der SBB lernen kann?

“wenn Boden und Wände vibrieren”

Seit dem Umbau eines Gleises der Main-Weser Bahn von Holz auf Betonschweller haben die Erschütterungen zugenommen und zudem zeichneten sich bei einigen Häusern sogar Risse ab, die seit dem zunahmen.

Die 40 Jahre vorher gab es keine Risse, was die lakonischen Äusserungen des Bahn Gutachters Fritz hinreichend entkräften dürfte.

“Es ist bekannt, dass der Schutz einer Person vor übermässigen Erschütterungen im Durchschnitt rund zehnmal so hohe Kosten verursacht wie Massnahmen zur Dämpfung des Lärms. Adrian Egger vom Zürcher Ingenieurbüro Rutishauser, das problemträchtige Streckenabschnitte im Auftrag des BUWAL untersucht hat, beziffert die Kostenspanne – je nach Wohndichte – mit mehreren hundert bis einigen tausend Franken pro Schienenmeter. Um ein Gebäude effektiv zu schützen, brauche es Eingriffe auf einer Länge von mindestens 100 Metern.”

Dann wird natürlich klar, warum die Bahn nichts von Erschütterungen hören will!

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Gleise von 1850 für 2 Tonnen Achslast gebaut, halten heute über 20 Tonnen aus

Das Rheingau-Echo vom 09.07.2008 schreibt “Wir bleiben dran”, der Rheingau-Bund gegen Bahnlärm will Sofortmaßnahmen und Alternativstrecke.

Es gibt einige Parallelen der Rheingau Bahnstrecke und der Main-Weser-Bahnstrecke. Beide wurden im selben Zeitraum errichtet. Rheingau 1850 und die Main-Weser-Bahn 1846.
Beide Strecken wurden für weit geringere Lasten konzipiert und werden mittlerweile weit über ihre einstige Bestimmung belastet.

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